Gazakonflikt - Politik im Nahen Osten

Samstag, 19. Mai 2012

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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ägypten

Montag, den 31. Januar 2011 um 14:12 Uhr

Bielefeld (ots) - Die Diktatoren im Nahen Osten bangen um ihre Macht, Israel um die Existenz. Kaum ein anderes Land kann ein so großes Interesse daran haben, dass Ruhe in Ägypten und Jordanien herrscht. Wenn des Haus des Nachbarn brennt, kann das Feuer übergreifen.

Obwohl der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten seit mehr als 30 Jahren gilt, sind die beiden Länder nie Freunde geworden. Der kalte Friede hält mit sanftem Druck und harten Dollar-Millionen aus den USA. Profitiert davon haben beide Staaten. Wenn der Druck der Straße die Herrschaft Hosni Mubaraks oder die des jordanischen Königs hinwegfegen würde, wird es auch für Israel unangenehm. Kairo und Amman waren in der Vergangenheit immer Vermittler zwischen Palästinensern und Israelis. Aber was kommt nach Mubarak? Der Ruf nach Stabilität ist derzeit nicht nur in Jerusalem, sondern auch in Europa zu hören. Die EU-Außenminister fordern für Ägypten mehr Demokratie und Gewaltfreiheit bei den Demonstranten. Die Spitzendiplomaten vermeiden aber, Partei für Mubarak oder die Opposition zu ergreifen. Sie fürchten sich, auf Verlierer zu setzen. Wie mutlos.

 

 
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