Gazakonflikt - Politik im Nahen Osten

Montag, 25. Juli 2016

WAZ: Neue Rolle für die USA - Kommentar von Lutz Heuken

Dienstag, den 10. Februar 2009 um 15:51 Uhr
Essen (ots) - Der Nahe Osten steht vor harten Zeiten. Mal wieder. Die politischen Fronten haben sich nach dem jüngsten Gaza-Krieg noch verhärtet. Die Falken auf beiden Seiten haben Zulauf - bei der palästinensischen Hamas wie in der israelischen Führung.

Auch in der israelischen Bevölkerung wird die Hoffnung auf eine friedliche Entwicklung inzwischen immer geringer. Schon vor dem gestrigen Urnengang war bei den Umfragen ein deutlicher Rechtsruck zu erkennen. Viele Israelis vertrauen offenbar auf die Hardliner. Die wollen den Ausbau der jüdischen Siedlungen vorantreiben - der nächste Konflikt mit den Palästinensern ist programmiert. Frieden schafft man so nicht.

Allerdings begäbe sich eine kompromisslose israelische Regierung auf direkten Konfrontationskurs mit der neuen Obama-Führung in Washington, die die Befriedung des Nahen Ostens vor allem mit diplomatischen Mitteln erreichen will. Anders als unter Bush kann sich die israelische Regierung nicht mehr sicher sein, dass die USA künftig jede Art von Politik bedingungslos unterstützen, mag sie auch noch so extremistisch sein. Das ist, was Hoffnung macht.

 

 

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