Gazakonflikt - Politik im Nahen Osten

Samstag, 19. Mai 2012

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Neue OZ: Kommentar zu Hamas, Fatah

Donnerstag, den 28. April 2011 um 14:12 Uhr

Osnabrück (ots) - Die Chancen überwiegen

In Israel schrillen die Alarmglocken. Mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak kam ein Stabilitätsfaktor im Süden abhanden. Nördlich wankt die nicht gerade pflegeleichte, aber berechenbare politische Spitze in Syrien. Und dazwischen, in Westjordanland und Gazastreifen, schließen sich die zerstrittenen Palästinenser zusammen, nachdem sie sich über Jahre selbst gelähmt haben.


Kein Wunder, dass Israel seine Not hat, sich auf die Lage einzustellen. Umso wichtiger wäre, dass das Land offen und ruhig ans Werk geht, ist der Wandel in der arabischen Welt doch ebenso unabwendbar wie unter dem Strich positiv.

Leider geschieht das Gegenteil. Skepsis ist zwar legitim. Radikalität und Gewaltbereitschaft in Kreisen der Hamas werden per Unterschrift nicht verschwinden. Und die proklamierte Versöhnung mit der Fatah muss auch keinesfalls von Dauer sein. Ein blutiger Anschlag, ein heißer Streit, eine erfolgreiche Intrige könnte die Gruppen wieder entzweien, so belastet, wie das Verhältnis zu Israel sowie auch untereinander ist.

Nur ändert das nichts daran, dass der Schulterschluss Chancen bietet. Er ist Voraussetzung für Verhandlungen auf Augenhöhe. Genau deshalb förderten die Israelis die Spaltung der Palästinenserorganisationen. Gemeinsam zu handeln, auch noch mit dem bemerkenswerten Impuls der neuen Kräfte in Ägypten, wird auf Kosten Israels und seiner raumgreifenden Politik gehen. Solange dies friedlich und im Rahmen von Verhandlungen geschieht, ist es dafür freilich höchste Zeit.

 

 
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