Berlin (ots) - Juden und Araber marschierten Schulter an Schulter für eine bessere Zukunft, gemeinsam mit säkularen Familien und bärtigen Ultra-Orthodoxen, Großeltern und ehedem politikfaulen Enkeln. Das Volk fordert soziale Gerechtigkeit!, skandierten sie, nicht zufällig zum selben Rhythmus wie die Parole des arabischen Frühlings:
Das Volk will den Sturz des Systems. Trotz aller Ähnlichkeit überwiegen jedoch die Unterschiede: Israel ist die einzige Demokratie in Nahost. Panzer stehen an den Grenzen und nicht in Städten. Alle vier Jahre kann man die Regierung abwählen. Präsidenten und Premiers stehen anders als in Arabien nicht über dem Gesetz. So schick Arabiens Frühling auch ist: Eigentlich sollte die Region Israel beneiden. Grundrechte und die Fähigkeit, Wandel und Fortschritt friedfertig einzuläuten, sind das Privileg einer liberalen Demokratie.
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